Körpersprache im Büroalltag

Um in Ihrem Beruf weiter zu kommen, hilft Ihnen alles Fachwissen nichts, wenn Sie nicht das richtige Auftreten haben. 

Unsere Körpersprache zeigt – meist ganz unbewusst – zu jeder Zeit, wie wir uns fühlen und was wir denken. Gleichzeitig registrieren und deuten wir intuitiv auch kleinste Signale unseres Gegenübers.

Auf der anderen Seite können Sie ganz bewusst Ihre Körpersprache nutzen, um Ihre Wirkung auf Ihre Umwelt zu kontrollieren.
 

Haltung bewahren

Vor allem an der Haltung zeigt sich, wie man sich fühlt.  Also stellen Sie sich fest auf beide Beine, nehmen Sie die Schultern zurück und den Kopf nach oben. So strahlen Sie Selbstbewusstsein aus und werden deutlich bestimmter auftreten, als wenn Sie ständig herumzappeln und einen unsicheren Eindruck machen. Dadurch wird man Sie auch ernster nehmen.
 

Hände hoch!

Wir kommunizieren auch mit unseren Händen und Armen – auf positive und auf negative Weise. Als negativ werden so genannte schließende Gesten empfunden: Werden beispielsweise die Arme vor der Brust überkreuzt oder oft der Handrücken gezeigt, zeugt dies von Ablehnung. Wer seine Hände in den Hosentaschen versteckt, scheint etwas zu verbergen und wer sie häufig reibt, offenbart Unruhe.

Eine offene Gestik oberhalb der Taille wird dagegen als positiv empfunden. Bewegungen, die vom Körper wegführen, signalisieren Aufrichtigkeit und Offenheit. Aber Vorsicht, gehen die Hände ins Gesicht oder an den Hals, werden negative Signale ausgesendet. Achten Sie sowohl bei sich selbst als auch bei anderen bewusst auf Arm- und Handbewegungen, denn sie verraten viel über Ihre Stimmung und Ihre Absichten.
 

Immer schön freundlich

Ein Lächeln gibt uns eine positive Ausstrahlung, wir wirken sympathischer und werden als eine offene Person empfunden. Allerdings nur, wenn es echt ist. Von den Augen gehen die stärksten und wichtigsten Signale aus.

Bei einem vorgetäuschten Lächeln sind die Muskeln rund um die Augen nicht aktiv, was sofort wahrgenommen wird und misstrauisch macht. Wer nur einen Mundwinkel anhebt oder die Augenbrauen hochzieht, wirkt arrogant und überheblich. Begegnen Sie anderen Menschen mit einem offenen freundlichen Blick, fixieren Sie Ihr Gegenüber aber nicht zu lange und zu intensiv. Sonst wirken Sie bedrohlich und angriffslustig.
 

Die Hose sitzt

Auch wenn die Kleidung auf den ersten Blick nichts mit der Körpersprache zu tun hat, hat sie doch einen großen Einfluss. Zum einen ruft sie Eindrücke wie Seriosität oder Sportlichkeit hervor. Zum anderen wirkt sie sich auf unser Selbstwertgefühl aus. Wer ständig am zu kurzen Rock zieht oder immer wieder die Hose auf die richtige Höhe rückt, wirkt sehr unsicher und zeigt, dass er sich unwohl fühlt. Achten Sie also immer darauf, Kleidung zu tragen, die gut sitzt und in der Sie sich selbst gefallen. Das erleichtert ein selbstbewusstes und positives Auftreten.
 

Lächeln - auch am Telefon

Denken Sie daran, dass Sie auch über das Telefon Signale aussenden. Achten Sie deswegen beim Sprechen über den Hörer auf Ihre Haltung. Ein Lächeln beispielsweise lässt die Stimme viel freundlicher klingen und eine aufrechte, selbstbewusste Sitzposition wirkt sich ebenfalls positiv auf den Klang des Gesagten aus.

 

Doch Vorsicht!

Die Körpersprache ist selten eindeutig. Denn je nach Kultur, Geschlecht und Alter werden verschiedene Signale ausgesendet und meist auch unterschiedlich interpretiert und bewertet. Für eine sichere Deutung fehlen viele Details, etwa was der Gegenüber gerade denkt, was die Person erlebt hat, bevor Sie sie sehen oder wie sich ihre Erfahrungen auf das aktuelle Verhalten auswirken. Zusätzlich haben auch verschiedene Kombinationen der unbewussten Signale einen Einfluss auf die Interpretation der Körpersprache. Bedenken Sie dies, wenn Sie sich selbst an der Deutung nonverbaler Botschaften versuchen.