Neuer Chef an Bord

Veränderungen im Arbeitsalltag sind nicht jedermanns Sache. Viele arbeiten am liebsten in einem eingespielten Team, in dem jeder weiß, was Kollegen und Vorgesetzte voneinander erwarten. Doch was passiert, wenn ein neuer Chef * die Abteilung übernimmt?

Für eine reibungslose Einarbeitung und gute Zusammenarbeit ist die Unterstützung des gesamten Teams besonders wichtig. Wir haben vier Schritte zusammengestellt, die diese erste Zeit vereinfachen.

Beobachten

Bevor Sie auf Ihren neuen Chef losstürmen, um ihm mitzuteilen, welche Aufgaben Sie haben, sollten Sie zunächst Arbeitsweise und Kommunikationsstil des Vorgesetzten beobachten. Welcher Typ ist er? Wie geht er mit der neuen Situation um? Kommt er auf Sie zu oder müssen Sie selbst einen persönlichen Termin mit ihm vereinbaren? Vorsicht: Sagen Sie ihm nicht ständig, wie (gut) es der alte Chef gemacht hat. Das könnte zu Verstimmungen führen.

Meetings vereinbaren

Damit Sie Ihren neuen Chef besser einschätzen können, sollten Sie regelmäßige Meetings vorschlagen. Hier kann er zum einen sich selbst vorstellen und zum anderen seine neuen Mitarbeiter und deren Aufgabengebiete kennenlernen. Die Treffen sollten genutzt werden, um anstehende Projekte und neue Ideen zu besprechen. Vereinbaren Sie hier auch Termine in ungezwungener Atmosphäre, zum Beispiel ein Team-Event. Das motiviert und fördert die Zusammengehörigkeit der gesamten Abteilung.
 

Aufmerksam machen

Jeder neue Job ist eine Herausforderung. Stehen Sie Ihrem neuen Chef daher mit Ihrem Fachwissen und langjähriger Erfahrung im Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite. Geben Sie ihm Tipps, an welchen internen Veranstaltungen er teilnehmen sollte und welche Netzwerke wichtig sind. Gerade wenn der Vorgesetzte aus einem anderen Unternehmen kommt, ist er dankbar für jeden Hinweis. So lernt er rasch die Unternehmenskultur kennen und das kommt wiederum der gesamten Abteilung zugute.
 

Flexibel sein

Jeder Chef hat seinen eigenen Führungsstil. Seien Sie daher flexibel und offen, wenn er neue Arbeitsabläufe oder Strukturen einführt. Sträuben Sie sich nicht, denn etwas anders zu machen, muss nicht immer schlecht sein. Vielleicht kommen dadurch längst überholte Vorgehensweisen auf den Prüfstand und werden gegen innovative Methoden ausgetauscht.
 

* Im vorliegenden Text wird durchgängig die männliche Form benutzt. Im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes sind diese Bezeichnungen als nicht geschlechtsspezifisch zu betrachten.

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