2018 steigen die Gehälter zum vierten Mal in Folge

23. Oktober 2017

Österreich erlebt aktuell einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung und den höchsten Beschäftigungszuwachs seit 2008. Das wirkt sich 2018 positiv auf die Einkommen der Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen aus: Allen Mitarbeitern im Finanzbereich winken 2 bis 3 % mehr Verdienst. Im Vergleich zu den Vorjahren profitieren erstmals auch Berufsanfänger von höheren Gehaltssprüngen. Das zeigt die neue Gehaltsübersicht des auf Fach- und Führungskräfte spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half.

„Die Gehälter in Österreich steigen bereits im vierten Jahr in Folge. Die Erhöhungen sind nicht nur der positiven Wirtschaftsentwicklung zuzuschreiben. Getrieben durch die Sorge vor Abwanderung nutzen Arbeitgeber dieses Instrument, um Fachkräfte zu binden. Denn eine Gehaltserhöhung wird von Mitarbeitern immer als Wertschätzung empfunden“, erklärt Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half in Wien. „Hier sind kleine und mittlere Betriebe im Nachteil: Sie können oftmals nicht mit dem Gehaltsniveau größerer und internationaler Großunternehmen mithalten. Deshalb sollten sie ihre Gehaltspakete genau prüfen und zum Ausgleich Benefits wie flexible Arbeitszeiten, Maßnahmen für eine gute Work-Life-Balance und interessante Entwicklungsmöglichkeiten anbieten.“

 

Gehaltssteigerungen 2015 bis 2018

Positionen mit 3-5 Jahren Erfahrung

 

2015

2016

2017

2018

Controller

3,0 %

1,8 %

1,6 %

3,0 %

Wirtschaftsprüfer

1,5 %

2,0 %

1,5 %

3,0 %

Buchhalter (bis Rohbilanz)

3,0 %

1,9 %

2,6 %

3,0 %

Internal Auditor

2,0 %

0,5 %

2,7 %

3,0 %

 

Treasury-Analyst

2,5 %

0,5 %

1,1 %

3,0 %

Quelle: Robert Half, Gehaltsübersicht 2018

Hohe Steigerungen auch für Junior-Mitarbeiter

Die Gehaltsübersicht von Robert Half zeigt einen neuen Trend: Höhere Lohnsprünge  von 3 % können nicht nur erfahrene Mitarbeiter erwarten. In Bereichen mit ausgeprägtem Fachkräftemangel profitieren auch Berufsanfänger mit bis zu 2 Jahren Erfahrung. So erhalten Lohn- und Gehaltsverrechner sowie Steuerexperten oder Tax-Manager durchschnittlich 3 % mehr Gehalt, unabhängig davon, ob es sich um Junior- oder Senior-Positionen handelt.

„Österreichs Unternehmen sind unter starkem Druck. Der Bedarf an Finanzfachkräften ist hoch und es stehen zu wenig qualifizerte Fachkräfte zur Verfügung. Das führt dazu, dass die Bereitschaft der Unternehmen wächst, Kandidaten mit weniger Berufserfahrung einzustellen und für nötige Trainings aufzukommen. Das gilt insbesondere für Weiterbildungen im Bereich IT-Kompetenz, damit die Digitalisierungsprojekte im Unternehmen vorangetrieben werden. In 2018 wird die Nachfrage an IT-affinen Finance-Spezialisten weiter wachsen und diesen Mitarbeitern die besten Job- und Gehaltsaussichten bescheren“, sagt Szvetecz.