Damit nerven Kollegen am meisten

15. Juni 2011

Studie: Ein Drittel der österreichischen Finanz- und Personalmanager stört es, wenn Kollegen ungenau arbeiten

Manchmal sind es ausgerechnet die Arbeitskollegen, die im Büroalltag an den Nerven sägen. Der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half fand in der Umfrage Workplace Survey heraus, welche Ursachen es dafür gibt. In Österreich ist es für Personal- und Finanzmanager besonders ärgerlich, wenn Mitarbeiter ihre Arbeit nicht gründlich erledigen oder sich mit den Ideen anderer schmücken.

Sicher stört jeden einmal die eine oder andere Eigenschaft der Kollegen. Am empfindlichsten reagieren die österreichischen Personal- und Finanzexperten aber auf eine ungenaue Arbeitsweise. So ist jeder Dritte genervt, wenn angeforderte Informationen nicht gründlich ausgearbeitet und lückenhaft sind oder delegierte Aufgaben fehlerhaft oder unvollständig abgegeben werden. Denn statt der erhofften Entlastung hat man mehr Arbeit und kann auch den eigenen Zeitplan nicht mehr einhalten.

Präsentiert ein Kollege die Ideen anderer Mitarbeiter als die eigenen, ärgert das 27 Prozent der Finanz- und Personalprofis. Schließlich steht die Anerkennung dem zu, der den Geistesblitz hatte. Um jemanden auszubremsen, der sich regelmäßig mit fremden Federn schmückt, kann es helfen, ihn künftig nur noch mit Teilinformationen zu versorgen und im Meeting mit detaillierten Fragen zu verunsichern. Oder man behält gute Ideen komplett für sich.

Worte können Wunder wirken

Jeden fünften Befragten bringt es auf die Palme, wenn ein Kollege unüberlegt und rücksichtslos handelt. Das ständig klingelnde Mobiltelefon, laute Privat- und Selbstgespräche oder das sich stapelnde gebrauchte Geschirr auf dem Schreibtisch sind nur einige Beispiele für Störfaktoren. Auf Dauer sollten diese aus der Welt geschaffen werden.

Es ist verständlich, dass man sich nicht mit jedem Kollegen gleich gut versteht. Schließlich prallen am Arbeitsplatz meist ganz verschiedene Persönlichkeiten aufeinander. Bestehen aber größere Differenzen, sollten diese klar und deutlich angesprochen werden“, erklärt Darren Payne, Associate Director bei Robert Half International. „Dabei ist es wichtig, dass der Andere nicht mit Vorwürfen überrannt wird. Das erreicht man, indem man einen freundlichen Tonfall wählt und den anderen nicht persönlich angreift. Hilfreich ist es, sich im Voraus zu überlegen, wie man in einer ähnlichen Situation selbst behandelt werden möchte.

Die Top 6, was an Kollegen am meisten stört:

  1. Ungenaues und nicht gründliches Arbeiten
  2. Ideen anderer als die eigenen präsentieren
  3. Rücksichtslosigkeit und unüberlegtes Handeln
  4. Regelmäßiges Zuspätkommen
  5. Beteiligung am Klatsch
  6. Regelmäßige Krankheitstage