Gestresste Mitarbeiter durch Personalmangel

11. November 2014

Fünf Tipps: Jobstress vermeiden – besonders in der Vorweihnachtszeit

In vielen Unternehmen stapeln sich besonders zum Jahresende noch viele Aufgaben auf dem Schreibtisch. Dadurch steigt die Arbeitsbelastung und damit der Stresspegel bei den Mitarbeitern. Laut einer von Robert Half in Auftrag gegebenen Studie sieht mehr als jeder zweite österreichische Personalmanager (54 %) die personelle Unterbesetzung vieler Abteilungen als Hauptgrund für gestresste Mitarbeiter. Für die Arbeitsmarktstudie hat der spezialisierte Personaldienstleister 100 HR-Manager in Österreich befragt.

Auf Platz zwei der größten Stressauslöser steht eine erhöhte Arbeitsbelastung: Über die Hälfte der Befragten (51 %) betrachtet demnach Überstunden und Mehrarbeit als Ursache. 48 % der HR-Manager stellen darüber hinaus fest, dass die Unzufriedenheit mit der Arbeit oder der konkreten Stelle ein hauptsächlicher Stressfaktor ist. 42 % geben an, die Übernahme zusätzlicher Verantwortung stelle einen wesentlichen Auslöser für vermehrten Stress dar.

Viele Angestellte tun sich darüber hinaus schwer, außerhalb der Arbeitszeiten abzuschalten: 29 % der österreichischen HR-Manager beobachten, dass dies ein Grund für Stress bei ihren Mitarbeitern ist.

 

Robert Half hat 100 HR-Manager in Österreich gefragt: Welche der folgenden Faktoren sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Auslöser für Stress bei Ihren Mitarbeitern?

Zu wenig Personal 54 %
Mehrarbeit/Überstunden 51 %
Unzufriedenheit mit der Arbeit/Stelle 48 %
Zusätzliche Verantwortung 42 %
Unangenehme Kollegen/Büroklatsch 39 %
Unangemessener Druck vom Management 37 %
Unmöglichkeit, außerhalb der Arbeitszeiten abzuschalten 29 %

Quelle: Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2014, Befragte: 100 HR-Manager; maximal drei Antwortmöglichkeiten

 

„Gestresste Mitarbeiter sollten unbedingt das Gespräch mit ihrem Vorgesetzten suchen, um zu besprechen, welche Aufgaben auf jeden Fall noch in diesem Jahr erledigt werden müssen und welche sie auf das nächste Jahr verschieben können“, sagt Robert Szvetecz, Country Manager bei Robert Half.

„Auch Arbeitgeber sollten bei diesem Thema in die Pflicht genommen werden. Unternehmen sind aufgefordert, gemeinsam mit ihren Mitarbeitern langfristige Lösungen zu erarbeiten, wie auch in besonders stressigen Zeiten das Arbeitspensum weitgehend in der regulären Arbeitszeit erledigt werden kann. Kurzfristig kann der Einsatz von temporären Mitarbeitern für Entlastung sorgen.“

Fünf Tipps von Robert Szvetecz, Country Manager bei Robert Half, zur Stressbewältigung

  • Aufgaben planen: Prioritäten helfen Ihnen beim Erstellen einer To-Do-Liste. Sicher gibt es auch unter Ihren Kernaufgaben welche, die weniger wichtig sind. To-Do-Listen eignen sich für den konkreten Tag, die Arbeitswoche, aber auch für einen ganzen Monat. Verplanen Sie vorab aber nicht Ihre gesamte Zeit, denn Unvorhergesehenes kommt bestimmt.
  • Nein sagen: Das Neinsagen fällt vielen schwer, aber es rettet Ihre Work-Life-Balance und hilft dabei, sich auf die wichtigen Aufgaben zu fokussieren. Probieren Sie das Neinsagen aus, wenn Kollegen Sie mal wieder kurz vor Feierabend um einen Gefallen bitten. Ihre eigenen Aufgaben gehen in jedem Fall vor.
  • Smartphone ausschalten: Sie müssen nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Schalten Sie zum Feierabend Ihr Smartphone aus. So können Sie besser abschalten, sich in aller Ruhe Ihren Freizeitaktivitäten widmen und vom Arbeitstag entspannen.
  • Nicht an jedem Meeting teilnehmen: Meetings, die nichts mit Ihren Kernaufgaben zu tun haben, rauben Ihnen wertvolle Zeit – nicht nur, während Sie da sitzen, sondern auch bei der Nachbereitung. Schauen Sie sich die Agenda des Meetings genau an. Entscheiden Sie dann, ob Sie etwas zu dem Thema beitragen können oder ob es reicht, wenn ein Kollege Sie im Anschluss informiert.
  • Auf Smalltalk verzichten: Minimieren Sie an besonders stressigen Tagen den Smalltalk mit Kollegen. Auch wenn Sie sich sonst gern mal mit Kollegen austauschen, geben Sie deutlich zu verstehen, dass Sie gerade überhaupt keine Nerven für einen Plausch haben.