Jeder zweite CFO will das Controlling verbessern

22. Juli 2014

Robert Half Arbeitsmarktstudie 2014: Change Management im Finanz- und Rechnungswesen

Im Großteil der Finanz- und Rechnungswesenabteilungen stehen Veränderungen an: 87 % der österreichischen CFOs planen Umstrukturierungen. Dabei rechnen die befragten Manager aus der Erfahrung früherer Umorganisationen vor allem mit großen Herausforderungen bei der Abstimmung mit der Geschäftsleitung und anderen Abteilungen. Für die Studie befragte der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half 100 CFOs in Österreich.

  • 87 % der österreichischen CFOs planen Umstrukturierungen in der Finanzabteilung, allem voran im Controlling
  • Als größte Herausforderung empfinden die befragten Finanzchefs die Abstimmung mit der Geschäftsleitung und anderen Abteilungen
  • Das Abstecken einer klaren Erwartungshaltung im Team finden 41 % der Befragten problematisch

In den meisten Unternehmen liegt die letzte Umstrukturierung im Finanz- und Rechnungswesen zwischen einem und drei Jahren zurück (34 % der befragten CFOs). In jedem dritten Unternehmen (31 %) wurde vor drei bis fünf Jahren das letzte Mal reorganisiert, bei 12 % in den letzten zwölf Monaten.

CFOs planen vor allem das Controlling umzustrukturieren

Auf die Frage, welchen Teilbereich im Finanz- und Rechnungswesen Finanzmanager reorganisieren wollen, nannte mit deutlicher Mehrheit fast die Hälfte der Befragten (46 %) das Controlling. In etwa jedem vierten Unternehmen würden die befragten CFOs die Treasury-Abteilung (26 %), die Buchhaltung (25 %) und die Gehaltsabrechnung (24 %) neu ordnen. Die Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung (17 %) sowie das Kreditmanagement (12 %)  unterliegen dem geringsten Veränderungsdruck.

Abstimmungsprozess ist größte Hürde bei Change Management

Bei Umstrukturierungen halten es 53 % der befragten CFOs für besonders schwierig, die Veränderungen mit der Geschäftsleitung und anderen Abteilungen abzustimmen. Auf Platz zwei der größten möglichen Stolperfallen bei einer Reorganisation platzierten die Befragten (41 %) das Abstecken einer klaren Erwartungshaltung der betroffenen Teammitglieder. Delikat finden es zudem 28 % der CFOs, wenn sie einzelnen Mitarbeitern Verantwortung wieder wegnehmen müssen. Sorgen um Entlassungsgespräche machen sich hingegen nur 2 % der Finanzchefs.

„Unternehmen müssen sich stets an aktuelle Marktbedingungen anpassen, um erfolgreich zu sein. Dafür sind oftmals Umstrukturierungen in einzelnen Abteilungen notwendig, die viel Abstimmung und einen erhöhten Arbeitsaufwand mit sich bringen“, kommentiert Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany von Robert Half die Studienergebnisse.

 „CFOs greifen dann häufig auf die Unterstützung von qualifizierten Zeitarbeitnehmern von Robert Half zurück. Sie sind kurzfristig verfügbar, entlasten das Team während des Veränderungsprozesses maßgeblich und tragen somit zu einer reibungslosen Umstrukturierung bei.“

Neue Prozesse müssen langfristig etabliert werden

Eine Reorganisation erfordert auch nach dem Inkrafttreten neuer Prozesse und Strukturen überlegtes Management und Führung. Demnach ist es wichtig, dass neu implementierte Arbeitsabläufe und Prozesse nach einer Umstrukturierung vom ganzen Team befolgt werden und kein Mitarbeiter in alte Handlungsmuster zurückfällt. Das empfinden 39 % der Studienteilnehmer als Herausforderung. Zudem findet knapp jeder dritte Finanzchef (27 %) in diesem Zusammenhang die Mitarbeiterbindung schwierig.