Löhne im Finanzwesen bleiben stabil

22. November 2010

Neuer internationaler Gehaltsspiegel erschienen: Global Financial Salary Guide 2010-2011

Glück im Unglück für Österreichs Finanzexperten: Entgegen dem internationalen Trend müssen sie derzeit keine Gehaltseinbußen in Kauf nehmen – können allerdings auch nicht mit höheren Löhnen rechnen. Dies ist ein Ergebnis des neuen Global Financial Salary Guide 2010-2011, den der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half in 19 Ländern erstellte. Der Gehaltsspiegel umfasst Gehaltsspannen und Aufgabenbeschrei­bungen für 16 Schlüsselpositionen – vom Buchhalter über den Controller bis zum Chief Financial Officer (CFO).

Während die Umsätze der Unternehmen langsam wieder steigen, birgt der Blick auf die Gehaltsabrechnung für Österreichs Finanzfachkräfte derzeit keine positiven Überraschungen. Im Vergleich zum Vorjahr stagnieren die Löhne – und zwar unabhängig von der Position und der Berufserfahrung. Mit dieser Situation können sich Österreichs Zahlenspezialisten allerdings noch glücklich schätzen. Weltweit mussten etliche Fachkräfte aufgrund der globalen Wirtschaftskrise nicht nur Nullrunden, sondern auch Gehalteinbußen hinnehmen. Besonders berufserfahrene Finanzmanager leiden derzeit unter niedrigeren Gehältern als im Vorjahr.

Hochlohnland Österreich

Insgesamt können Österreichs Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen mit ihrem Lohnniveau zufrieden sein. In nahezu allen Positionen gehören die Österreicher mit zu den europäischen Spitzenverdienern. Besonders altgediente Finanzexperten brauchen den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. So bekommt ein CFO mit zehn bis 15-jähriger Berufserfahrung in österreichischen Großunternehmen mindestens 120.000 Euro, während sich seine deutschen Kollegen mit bis zu 120.000 Euro begnügen müssen.

Österreichs Arbeitnehmer befinden sich derzeit in Wartestellung“, erläutert Darren Payne, Associate Director bei Robert Half International. „Die Wirtschaftskrise scheint fürs erste überwunden und die Unternehmen bekommen allmählich die positiven Auswirkungen der anziehenden Konjunktur zu spüren. Nun ist es langsam an der Zeit, dass die Firmen auch ihre Mitarbeiter an den höheren Gewinnen beteiligen. Dies würde sowohl zur Steigerung der Motivation beitragen als auch Wechselgedanken vorbeugen, wenn das Jobkarussell wieder an Fahrt aufnimmt.