Österreich Europameister im Employer Branding

20. Oktober 2010

Studie: Zufriedene Mitarbeiter entscheidend für den guten Ruf als Arbeitgeber

Wien, 20. Oktober 2010. Österreichs Angestellte können sich glücklich schätzen: Mehr Unternehmen als in anderen europäischen Ländern bemühen sich aktiv um die Gunst der Arbeitnehmer und verfügen über eine Strategie zur Stärkung der Arbeitgebermarke. Basis eines positiven Images auf dem Arbeitsmarkt ist vor allem eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit. Dies sind Ergebnisse der Studie Workplace Survey 2010, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 2.800 Personal- und Finanzmanager in 13 Ländern befragt hat.

Tue Gutes und rede darüber – diese Maxime haben Österreichs Unternehmen im Wettbewerb um die besten Talente erfolgreich verinnerlicht. Knapp die Hälfte der Firmen besitzt eine Employer-Branding-Strategie und nahezu jede fünfte plant in den nächsten beiden Jahren eine einzuführen. Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich auf dem ersten Platz, wenn es um die Anzahl der Unternehmen geht, die sich um ihr Renommee als Arbeitgeber bemühen.

Positive Nebeneffekte von Employer Branding

Eine starke Arbeitgebermarke zielt jedoch nicht nur auf potenzielle neue Mitarbeiter ab. Vielmehr sieht über ein Drittel der Finanz- und Personalexperten auch eine Ausstrahlung auf die Reputation in der Branche. Aber auch auf die Jobzufriedenheit (16 Prozent) und die Umsatzsteigerung (13 Prozent) übt ein starker Employer Brand einen großen Einfluss aus.

Gute Stimmung fördert das Image

Um erfolgreich ein Image als guter Arbeitgeber aufbauen zu können, benötigen Unternehmen vor allem zufriedene Mitarbeiter. Knapp zwei Drittel der Firmen sorgen mit regelmäßigen Weiterbildungen, wettbewerbsfähigen Gehältern und einer angenehmen Arbeitsatmosphäre für gute Stimmung im Team. 

An zweiter Stelle der Kriterien für eine positive Unternehmenskultur liegt eine umfassende interne Kommunikation, die sich klar und konsistent durch die ganze Firma zieht. Dies sehen ebenfalls fast zwei Drittel der Finanz- und Personalmanager als erfolgsentscheidend an, wenn es um die Attraktivität als Arbeitgeber geht. 

An dritter Position rangiert schließlich die Kundenorientierung eines Unternehmens. Über die Hälfte der Firmen ist überzeugt davon, dass sich eine starke Kundenzufriedenheit auch im Ansehen bei Arbeitnehmern niederschlägt.

Österreichs Unternehmen haben erkannt, dass sie in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels nicht einfach auf die Strahlkraft ihrer Produkte oder Dienstleistungen vertrauen können, wenn sie gut ausgebildete Spezialisten für sich gewinnen wollen“, erläutert Darren Payne, Associate Director bei Robert Half International in Wien. „Beim Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke sollten sie jedoch nicht unterschätzen, wie viele Faktoren für diese Aufgabe von Bedeutung sind. Der Gesamtauftritt des Unternehmens ist dabei entscheidend – von seiner Haltung als Arbeitgeber über das Ansehen bei den Kunden bis hin zur Qualität seiner Produkte.