Studie zeigt: Österreichische CFOs prüfen Lebensläufe länger als in Deutschland

04. Juni 2012

Professionelle Lebensläufe sind für einen erfolgreichen Bewerbungsprozess von großer Bedeutung

Bis zu 15 Minuten – so viel Zeit investieren aktuell rund zwei Drittel aller österreichischen CFOs für die Sichtung von Lebensläufen, um vakante Stellen erfolgreich zu besetzen. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Workplace Survey des spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half. In 12 Prozent der Fälle wird ein einzelner Lebenslauf sogar länger als 20 Minuten auf Stimmigkeit geprüft.

Damit schauen österreichische CFOs deutlich länger in die Lebensläufe als ihre deutschen Kollegen. Dort gaben knapp zwei Drittel an, sich nur maximal neun Minuten mit den Bewerbungsunterlagen von Kandidaten zu beschäftigen.

Die Personalexperten von Robert Half raten österreichischen Bewerbern deshalb Zweierlei: Zum einen sollte genügend Zeit in die Erstellung eines inhaltlich wie strukturell überzeugenden Lebenslaufes investiert werden. Zum anderen sollten Bewerber ihren Lebenslauf immer gezielt auf die Stellenausschreibung anpassen. Trotz des akuten Fachkräftemangels nehmen sich CFOs bei der Sichtung der Lebensläufe viel Zeit, werden doch oftmals Mitarbeiter mit sehr spezifischen Qualifikationen und entsprechendem Know-how gesucht. Sven Hennige, Managing Director bei Robert Half International, sagt: „Lebensläufe, die offensichtlich einmalig erstellt und dann pauschal für mehrere Stellenangebote genutzt werden, fallen auf und werden nicht selten direkt zur Seite gelegt.

Längerer Bewerbungsprozess für Managementpositionen

Doch nicht nur der Lebenslauf wird genau unter die Lupe genommen. Bis in Österreich ein CFO einen Mitarbeiter mit Führungsverantwortung rekrutiert hat, dauert es in der Hälfte aller Fälle bis zu acht Wochen. Im Durchschnitt sind sie annähernd so schnell wie ihre deutschen Kollegen. Bis zum erfolgreichen Abschluss der Rekrutierung vergehen in Österreich 8,83 Wochen, in Deutschland 8,68 Wochen.

Wenn es jedoch um die Einstellung von Personal ohne Führungsaufgaben geht, liegt Österreich deutlich vor Deutschland. Vier Fünftel (80 Prozent) der CFOs in Österreich haben die Suche nach maximal acht Wochen erfolgreich beendet. In Deutschland schaffen dies nur 63 Prozent.

Personalexperte Hennige erklärt: „Bewerber sollten sich nicht davon verunsichern lassen, dass ihr Profil genau angeschaut wird, denn aktuell beobachten wir eine starke Nachfrage nach Fachkräften auf allen Hierarchieebenen. Daher kann es sich für Bewerber lohnen, gerade jetzt die Augen nach spannenden Stellen offenzuhalten und den Bewerbungsprozess mit einem professionell aufbereiteten Lebenslauf zu starten.

Fünf Tipps für den perfekten Lebenslauf

  • Die Basis: Achten Sie auf eine korrekte Grammatik und gute Sprache. Lassen Sie den Lebenslauf Korrekturlesen.
  • Die Pflicht: Bereiten Sie bei internationalen Stellen Ihre Dokumente immer auf Deutsch und Englisch vor.
  • Die Länge: In der Kürze liegt die Würze – präsentieren Sie Ihren Lebenslauf auf zwei, maximal drei Seiten.
  • Die Stärke: Lücken im Lebenslauf fallen auf. Gehen Sie deshalb bei Rückfragen offensiv mit den Lücken um und punkten Sie durch nachvollziehbare Argumente.
  • Die Optik: Eine ansprechende Aufbereitung fällt positiv auf. Legen Sie dennoch den Schwerpunkt auf die Inhalte.