Österreichische Finanzabteilungen stocken 2016 Personal auf

02. Februar 2016

Arbeitsmarktstudie 2016 von Robert Half: Finanzanalysten, Buchhalter und Steuerexperten besonders schwierig zu finden

Mehr als zwei Drittel (69 %) der CFOs in Österreich wollen im ersten Halbjahr 2016 neue Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen einstellen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Arbeitsmarktstudie des spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half, für die 100 CFOs in Österreich befragt wurden. Damit hebt sich der Finanzbereich positiv von der allgemein eher schwierigen Lage am österreichischen Arbeitsmarkt ab, für den die OECD einen leichten Anstieg der Arbeitslosenrate auf 6,1 % für 2016 erwartet.

Die österreichischen Finanzchefs erhöhen auch in diesem Jahr wieder den Personalstand in ihren Abteilungen: 27 % planen in der ersten Jahreshälfte 2016, neue Stellen im Finanz- und Rechnungswesen zu schaffen. 42 % wollen frei gewordene Stellen neu besetzen.

„Der Finanzbereich nimmt weiterhin eine Sonderstellung am österreichischen Arbeitsmarkt ein. Trotz der leichten Konjunkturbelebung gehen Experten heuer von einer höheren Arbeitslosenrate als 2015 aus,“ erklärt Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half. „Das Finanz- und Rechnungswesen ist von dieser Entwicklung nicht betroffen. Hier wird weiter kräftig qualifiziertes Personal gesucht und auch besser bezahlt, denn auch die Gehälter der Finanzexperten steigen“, erklärt Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half.

100 CFOs wurden im Auftrag von Robert Half befragt: "Wie sind die Pläne Ihres Unternehmens zur Festanstellung von Fachkräften im Finanz- und Rechnungswesen in Österreich in der ersten Jahreshälfte (Januar - Juni) 2016? Würden Sie sagen, Sie…"

  Gesamt
… schaffen zusätzliche Stellen 27 %
… besetzen frei gewordene Stellen neu 42 %
… schaffen weder neue Stellen noch besetzen Sie frei gewordene Stellen 26 %
… bauen Stellen ab 5 %

Quelle: Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2016, Befragte: 100 CFOs in Österreich

 

Hauptgrund für höheren Personalbedarf: Wachstum

Benötigt werden die zusätzlichen Mitarbeiter im Finanzbereich vor allem für die Erschließung neuer Märkte (56 %), gefolgt vom Ausbau des Produkt- und Leistungsportfolios (44 %). Weiterhin verstärken neue Projekte und das geplante Geschäftswachstum (je 41 %) die Einstellungsabsichten der CFOs.

„Von den Finanzabteilungen wird erwartet, dass sie als strategischer und operativer Businesspartner der Geschäftsführung und anderer Abteilungen agieren. Sie sollen sich also aktiv an der Realisierung von Produktentwicklungen und Expansionsplänen beteiligen. Dafür benötigen Sie kompetentes Personal, das Finanzdaten analysiert und als Entscheidungsgrundlage aufbereitet“, erläutert Sven Hennige.

Finanzprofis weiterhin schwer zu finden

Durch die hohen Einstellungspläne in drei Viertel aller Unternehmen wird es auch herausfordernder, passendes Personal zu finden: 82 % der CFOs finden es schwierig oder sehr schwierig, Finanzfachkräfte zu rekrutieren. Der Hauptgrund liegt für 41 % der Finanzchefs in einem Mangel von Fachkräften mit Spezialwissen oder für Nischenbereiche.

„Spezialisierte Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen können zunehmend zwischen mehreren Arbeitgebern auswählen. Das erschwert die ohnehin schon mühsame Personalsuche,“ so Sven Hennige. „In den Bereichen Finanzanalyse (33 %), Buchhaltung, Steuern und Treasury (je 26 %) sowie Finanzmanagement (25 %) haben CFOs in Österreich die größten Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden. Als Folge wenden sich Unternehmen zunehmend an spezialisierte Personaldienstleister, die aufgrund weitreichender Markterfahrung und einem großen Netzwerk wertvolle Unterstützung leisten. Sie selektieren fachlich und persönlich zur Stelle passende Bewerber und helfen Kunden, den Wunschkandidaten für sich zu überzeugen.“

CFOs erwarten Wachstum

Die geplanten Neueinstellungen gehen mit einem hohen Optimismus der CFOs einher. 73 % der Befragten sind zuversichtlich in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung in Österreich. Bei den Wachstumsperspektiven des eigenen Unternehmens sind die CFOs in Österreich mit 85 % Zuspruch sogar noch zuversichtlicher.

 

100 CFOs wurden im Auftrag von Robert Half befragt: "Wie zuversichtlich sind Sie im Vergleich zum letzten Jahr hinsichtlich der Wachstumsperspektiven Ihres Unternehmens für das kommende Jahr?"

  Gesamt
Sehr zuversichtlich 20 %
Einigermaßen zuversichtlich 65 %
Überhaupt nicht zuversichtlich 15 %
Ich weiß es nicht 0 %

Quelle: Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2016, Befragte: 100 CFOs in Österreich