Ungutes Bauchgefühl: Job annehmen oder ablehnen?

Die Suche nach einem neuen Job ist häufig aufreibend und langwierig. Nach jedem Bewerbungsgespräch hoffen Bewerber auf eine Zusage. Doch was, wenn der Wechselwillige bei dem Angebot kein gutes Gefühl hat? Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half zeigt: Fast die Hälfte der Jobsuchenden in Österreich (43 %) hat schon einmal ein Angebot angenommen, obwohl sie nicht vollständig von der Stelle überzeugt waren. 

Studie zeigt: Falsche Jobentscheidung macht Mehrheit der Bewerber unglücklich

Die Suche nach einem neuen Job ist häufig aufreibend und langwierig. Nach jedem Bewerbungsgespräch hoffen Bewerber auf eine Zusage. Doch was, wenn der Wechselwillige bei dem Angebot kein gutes Gefühl hat?

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half zeigt: Fast die Hälfte der Jobsuchenden in Österreich (43 %) hat schon einmal ein Angebot angenommen, obwohl sie nicht vollständig von der Stelle überzeugt waren.

„Die Ergebnisse unserer Studie zeigen: Wenn Bewerber von dem Jobangebot nicht hundertprozentig überzeugt sind, sollten sie besser ihrem Instinkt vertrauen. Denn bei mehr als zwei Drittel der Befragten stellte es sich als Fehler heraus, das ungute Gefühl bei der Jobentscheidung zu missachten“, erklärt Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half in Wien.

So geben 69 % der österreichischen Befragten anschließend an, mit der neuen Stelle unglücklich zu sein. Selbst wenn Arbeitnehmer merken, dass sie im neuen Job nicht glücklich sind, hält fast jeder Dritte trotzdem am Arbeitsverhältnis fest.

„Viele schrecken davor zurück, den Job häufig zu wechseln und sich damit einen negativen Ruf und letztlich bei zukünftigen Jobverhandlungen eine schlechtere Position einzuhandeln“, so Umbs.

Bauch- oder Kopfentscheidung?

Die Suche nach dem passenden Arbeitsplatz ist heute für viele Arbeitnehmer schwieriger als noch vor fünf Jahren. Trotzdem gilt:

„Wenn die inneren Alarmglocken läuten, sollte man das nicht ignorieren. Das Bauchgefühl hilft bei der Entscheidungsfindung – das gilt nicht nur im Privaten, sondern auch für Jobentscheidungen“, rät Umbs.

„Wichtig ist, dem Arbeitgeber die eigenen Erwartungen klar zu kommunizieren und genau zu prüfen, ob der angebotene Job tatsächlich optimal passt. Im Zweifel ist es besser, abzulehnen und die Jobsuche fortzusetzen.“

Absagen offen kommunizieren

Wenn Bewerber sich dazu entschließen, ein Jobangebot abzulehnen, muss diese Entscheidung dem Unternehmen fair und offen kommuniziert werden.

„In welcher Form die Absage erfolgt, entscheidet der Bewerber“, betont Umbs. „Auf das Jobangebot einfach nicht zu reagieren, ist unhöflich und unklug. Kandidaten, die ihre Absage übermitteln und begründen, halten sich eine Tür für zukünftige Bewerbungen offen.“

Sie haben angegeben, dass Sie schon einmal ein Jobangebot angenommen haben, obwohl Sie ein ungutes Bauchgefühl hatten. Wie hat sich dies nach Eingehen des Arbeitsverhältnisses entwickelt?

Mein Eindruck hat sich bestätigt und ich bin mit dem Job nicht glücklich geworden und habe deshalb wieder gekündigt. 41 %
Mein Eindruck hat sich bestätigt und ich bin mit dem Job nicht glücklich geworden, bin aber dennoch in diesem Arbeitsverhältnis verblieben. 28 %
Mein Eindruck hat sich nicht bestätigt und ich konnte mich gut mit den Bedingungen arrangieren. 30 %

Die Umfrage im Auftrag von Robert Half wurde vom Marktforschungsinstitut YouGov im März 2019 unter 251 Arbeitnehmern in Österreich durchgeführt.

 

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Christina Holl
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