Urlaubszeit: Verlangsamte Geschäftsaktivität hat negativen Einfluss

15. Juli 2015

Mit temporären Fachkräften während der Sommermonate kann die Produktivität aufrecht erhalten werden

Wien – Für viele Mitarbeiter stehen mit ihrem Sommerurlaub die schönsten Wochen des Jahres kurz bevor. Diese wohlverdienten Auszeiten haben allerdings Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten der Unternehmen: Laut einer Studie geht fast ein Drittel (32 %) der österreichischen Finanzverantwortlichen davon aus, dass eine verlangsamte Geschäftsaktivität während der Sommermonate negativen Einfluss auf ihr Unternehmen hat. Die Studie wurde im Auftrag des spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half unter 100 CFOs in Österreich durchgeführt.

Die mangelnde Möglichkeit zur Mitarbeiterführung aufgrund der Abwesenheit der Führungskräfte hat für fast ein Viertel (23 %) der Finanzverantwortlichen die größten negativen Auswirkungen während der Urlaubszeit. Darüber hinaus sind für 21 % der CFOs die Sommermonate für einen Produktivitätsverlust in den Firmen verantwortlich. 15 % beobachten außerdem eine geringer Mitarbeitermotivation. Nur fast jeder Zehnte (9 %) bemerkt keine negativen Auswirkungen auf sein Unternehmen.

Robert Half hat österreichische CFOs gefragt: Welcher der folgenden negativen Faktoren wird während der Sommermonate den stärksten Einfluss auf Ihr Unternehmen haben?

  Total
Verlangsamte Geschäftsaktivität 32%
Weniger Führung durch Urlaubszeit 23%
Produktivitätsverlust durch Urlaubszeit 21%
Weniger motivierte Mitarbeiter 15%
Keine negativen Auswirkungen 9%

Quelle: Arbeitsmarktstudie 2015 von Robert Half, Befragte: 100 CFOs in Österreich

„Jeder Arbeitnehmer sollte seinen Urlaub dazu nutzen, mit neuer Energie und erholt wieder in die Arbeit zurück zu kommen. Nach einer entspannenden Auszeit sind Mitarbeiter meist zufriedener mit ihrem Job sowie motivierter und produktiver“, erklärt Robert Szvetecz, Country Manager bei Robert Half. 

„Manche Projekte sind im Unternehmen allerdings so entscheidend, dass sie während der Urlaubszeit nicht einfach gestoppt werden können. Um die zusätzliche Arbeitsbelastung für die Daheimgebliebenen so gering wir möglich zu halten, sollten Unternehmen in Betracht ziehen, temporäre Mitarbeiter zur Unterstützung einzustellen. So können die Produktivität aufrecht erhalten und Projekte rechtzeitig abgeschlossen werden.“

Fünf Tipps für Vorgesetzte, damit Mitarbeiter entspannt in den Urlaub gehen können:

  1. Sorgen Sie für eine Vertretung im Team: Planen Sie die Abwesenheiten der Teammitglieder sorgfältig und sorgen Sie dafür, dass es immer eine Urlaubsvertretung gibt. So können Sie die während des Urlaubs anstehenden Aufgaben verteilen und stellen sicher, dass alle Projekte rechtzeitig bearbeitet bzw. abgeschlossen werden.
  2. Seien Sie vorbereitet: Bevor ein Mitarbeiter in den Urlaub geht, sollte er alle Deadlines und Termine für diesen Zeitraum klären. Mit einer guten Vorbereitung und klaren Vereinbarungen kann die (zusätzliche) Arbeitsbelastung besser gemeistert werden.
  3. Schauen Sie sich nach Unterstützung um: Durch die Einstellung von Zeitarbeitskräften während der Sommermonate können nicht nur dringende Projekte abgeschlossen und die täglichen Aufgaben erledigt werden. Die temporäre Unterstützung sorgt auch für eine Entlastung der festangestellten Mitarbeiter.
  4. Gewähren Sie mehr Flexibilität: Wenn Sie Ihren Mitarbeitern in der Zeit vor ihrem Urlaub mehr zeitliche Flexibilität, etwa durch Home-Office-Angebote, gewähren, sind sie eher geneigt, ihr Möglichstes zu tun, um alle anstehenden Aufgaben noch vor ihrer Abwesenheit zu erledigen.
  5. Vergessen Sie nicht, Anreize zum Urlaubnehmen zu geben: In Österreich hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf fünf Wochen Urlaub im Jahr (ab dem 26. anrechenbaren Dienstjahr gibt es eine sechste Urlaubswoche). Sie sollten Ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, diese Tage auch zu nehmen und für eine bessere Work-Life-Balance während des Jahres auf ihre Überstunden zu achten.