Zweites Halbjahr 2013 bringt neue Jobs im Finanzbereich

09. Juli 2013

Hiring Index: Ein Viertel der CFOs in Österreich plant die Schaffung zusätzlicher Positionen

Das erwartete Unternehmenswachstum und die geplante Verbesserung der Finanzsysteme führen im zweiten Halbjahr 2013 zu einer Erhöhung der Arbeitsplätze im Finanz- und Rechnungswesen. 

Über ein Viertel der CFOs (26 %) will zusätzliches Personal einstellen. Im ersten Halbjahr planten 19 % der Unternehmen ihr Finanz- und Rechnungswesen personell aufzustocken. Das zeigt die aktuelle Arbeitsmarkt-Studie „Hiring Index“ des Personaldienstleisters Robert Half, für die weltweit über 4.450 Führungskräfte befragt wurden.

Der von den befragten CFOs in Österreich für das zweite Halbjahr 2013 erwartete höhere Bedarf an Arbeitskräften im Finanzbereich ergibt sich aus mehreren Gründen:

  • Unternehmen benötigen zusätzliche Finanz- und Rechnungswesenprofis, um die Arbeitsbelastung vor dem Hintergrund des erwarteten Unternehmenswachstums in Österreich (62 %) und international (54 %) abzufangen.
  • Jeder zweite Finanzchef (50 %) braucht mehr personelle Unterstützung für anstehende Upgrades der Finanzsysteme.
  • Ein Unternehmenskauf oder -zusammenschluss, die Durchdringung eines neuen Marktes oder die Realisierung neuer Projekte macht in knapp jedem dritten Unternehmen (je 27 %) die Erweiterung des Finanzbereichs notwendig.

CFOs erwarten positive Wirtschaftsentwicklung

Bereits im ersten Halbjahr waren die an der Studie teilnehmenden CFOs aus Österreich zu 83 % zuversichtlich oder sogar sehr zuversichtlich im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum in den nächsten zwölf Monaten. Dieser positive Ausblick hat sich verstärkt: Im zweiten Halbjahr sind sogar 87 % zuversichtlich oder sehr zuversichtlich, dass die österreichische Wirtschaft weiter wächst. 

Für das eigene Unternehmenswachstum sind die Ergebnisse sogar noch etwas höher. 91 % der CFOs – und damit 6 % mehr als im ersten Halbjahr – erwarten eine weiterhin positive Entwicklung der eigenen Geschäfte.

Gehälter und Boni steigen

Die positiven Aussichten schlagen sich laut der befragten CFOs auch auf die Gehälter im Finanz- und Rechnungswesen nieder: 35 % rechnen im zweiten Halbjahr mit steigenden Gehältern. Das sind 5 % mehr als noch Anfang des Jahres. 

Bei den Bonuszahlungen zeigen sich die Unternehmen laut Studie sogar spendabler. Nur in 8 % der Unternehmen sind aktuell keine Boni vorgesehen. Anfang 2013 war dies noch in 22 % Unternehmen der Fall. Jeder fünfte CFO (21 %) geht von höheren Bonuszahlungen aus.

Höheres Gehalt durch Zusatz-Skills

„Pauschale Gehaltssteigerungen sind in den nächsten Monaten nicht zu erwarten. Wir beobachten allerdings, dass besonders kleine und mittelständische Unternehmen derzeit bereit sind, für besser qualifizierte Mitarbeiter deutlich mehr zu bezahlen. Voraussetzung sind jedoch Skills, die über das fachliche Wissen hinausgehen. Bringt ein Kandidat beispielsweise viel Erfahrung im Umgang mit entsprechender Finanzsoftware mit und ist darüber hinaus kommunikationsstark, kann dies derzeit zu einer Gehaltssteigerung von bis zu 20 % führen“, erklärt Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany von Robert Half.

„Grundsätzlich ist die Stimmung am Markt positiv, wenn auch nicht euphorisch. Die CFOs vertrauen auf eine gute Entwicklung der Wirtschaft sowie ihres eigenen Unternehmens und sehen daher auch die Entwicklung ihres Fachbereichs optimistisch.“

Personalsuche und -bindung ist nach wie vor große Herausforderung

Die Mehrheit der befragten CFOs (80 %) bezeichnet die Suche nach qualifiziertem Personal im Finanz- und Rechnungswesen als schwierig oder sehr schwierig. „Die steigenden Anforderungen im Finanz- und Rechnungswesen gepaart mit der Forderung nach strategischem Support seitens der Finanzabteilung erschweren die Suche nach geeignetem Personal erheblich.

Die starke Nachfrage nach unseren Dienstleistungen zeigt, dass viele Unternehmen die Personalsuche lieber externen Spezialisten überlassen. Durch die langjährige Erfahrung von Robert Half, unsere Spezialisierung auf den Finanzbereich und unser extensives Netzwerk in Österreich sind wir in der Lage, schnell und effizient die besten Kandidaten im Finanz- und Rechnungswesen zu vermitteln“, so Sven Hennige. Die Studie zeigt, dass besonders Spezialisten für die Bereiche Financial Management (42 %) und Business bzw. Financial Analysis (41 %) schwer zu besetzen sind. 

Neben der Personalsuche sorgen sich viele CFOs auch um eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung. 73 % der Manager befürchten, dass Top-Leute das Unternehmen verlassen. Damit bleibt diese Sorge trotz leichtem Rückgang gegenüber Anfang 2013 (79 %) weiterhin auf hohem Niveau.